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Neues Schmetterlingsgrab auf dem Friedhof Bromhübel

11.04.2019

Am Ostermontag, 22. April 2019 um 15 Uhr wird auf dem Friedhof Bromhübel das neue Schmetterlingsgrab eingeweiht. Das Grab für ungeborene oder totgeborene Kinder soll den Eltern und Angehörigen Trost und einen Zufluchtsort bieten.

Nüchterne Statistik
Gemeinderat. Laut Statistik sterben in der Schweiz jeden Tag zwei Kinder während der Schwangerschaft oder im ersten Lebensmonat - fehl- und totgeborene Kinder. Der Volksmund nennt diese Kinder oft Engelskinder, Sternenkinder oder auch Schmetterlingskinder.
Rechtlich definiert Art. 9 Abs. 2 der Zivilstandsverordnung (ZStV) totgeborene Kinder wie folgt: „Als Totgeburt wird ein Kind bezeichnet, das ohne Lebenszeichen auf die Welt kommt und ein Geburtsgewicht von mindestens 500 Gramm oder ein Gestationsalter von mindestens 22 vollendeten Wochen aufweist.“ Ab diesem Zeitpunkt sind Totgeburten gemäss Art. 9 Abs. 1 ZStV meldepflichtig. Demzufolge können Totgeburten ordentlich begraben werden. Bei Frühgeburten vor Ende der 22. Schwangerschaftswoche hingegen spricht man von Fehlgeburten. In solchen Fällen ist eine Bestattung grundsätzlich nicht möglich und betroffene Eltern sind auf den Goodwill der Behörden angewiesen.
In verschiedenen Schweizer Gemeinden gibt es inzwischen Gedenkstätten, wo fehl- und totgeborene Kinder beigesetzt werden können. Eine solche Gedenkstätte ermöglicht somit auch Eltern eines Kindes, das vor der 22. Schwangerschaftswoche gestorben ist, die Bestattung auf dem Friedhof. Zudem haben auch Eltern eines totgeborenen Kindes, die kein Kindergrab möchten, die Möglichkeit einer Bestattung an einem besonderen Ort.

Gefühlvolle Gestaltung
Die Gemeinde Arlesheim hat sich entschieden, ein solches Grab auf dem Friedhof Bromhübel einzurichten. Durch eine Arbeitsgruppe, in welcher auch die Kirchen vertreten waren, wurde ein entsprechender Gestaltungswettbewerb durchgeführt. Der Auftrag wurde wie folgt beschrieben:
„Wir nennen diese Kinder Schmetterlingskinder, weil Schmetterlinge, zart wie ein Hauch und bunt wie die Schöpfung, Sinnbild für die Verletzlichkeit und die kurze Zeit des Daseins sind. Sie sind aber auch ein Zeichen für die Wandlungen des Lebens: erst entstanden aus der Raupe, verpuppen sie sich in ihrem Kokon, um nach ihrer wundersamen Wandlung dem Himmel entgegen zu fliegen...
Somit erscheint der Tod nicht als Ende, sondern als Übergang. Die Symbolik dieser Metamorphose soll in der Gedenkstätte / Skulptur ersichtlich und spürbar werden.
Die Firma Zemp aus Birsfelden hat für seine beeindruckende Umsetzung den Auftrag bekommen.

Schmetterlingsgrab
Zurzeit wird das Schmetterlingsgrab auf dem Friedhof Bromhübel montiert. Die Skizze gibt einen Eindruck über die ganze Installation.

Am Ostermontag um 15 Uhr wird die neue Grabstätte anlässlich eines ökumenischen Gottesdienstes eingeweiht. Die Kirchen und der Gemeinderat laden die Bevölkerung dazu recht herzlich ein.